Radio PR-Beiträge – nichts für die Schmuddelecke

Kennen Sie den Unterschied zwischen Werbung und PR? Vor etlichen Jahren habe ich mal diese Definition gehört: Sie sagen einer hübschen Frau, dass Sie ein toller Hecht sind, das ist Werbung. Bringen Sie dagegen Ihren besten Freund dazu, der Dame zu sagen, dass Sie ein toller Hecht sind, ist das PR.

Wenn es um Radio PR-Beiträge geht, übernimmt der Radiosender die Rolle des besten Freundes. Man bietet einen sendefertigen Beitrag an, das Thema und die Umsetzung gefallen dem verantwortlichen Redakteur, also nimmt er den Beitrag mit ins Programm auf. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, dennoch gibt es immer wieder die Vorwürfe, dass es sich hier um versteckte Werbung und Irreführung der Hörer handeln würde.

Versteckte Werbung, Irreführung der Hörer – im Ernst jetzt? Um es ganz deutlich zu sagen: bei einem Radio PR-Beitrag oder, wie manche sagen Radio-Maternbeitrag, entscheidet der verantwortliche Redakteur eines Senders, ob das Thema für seine Hörerinnen und Hörer interessant ist und ob es so produziert wurde, dass er es, wie das Beitragsangebot eines freien Mitarbeiters, im Programm einsetzen kann. Möglicherweise nutzt er auch nur die Basisinformationen und die Interviewstatements, um selber etwas zu produzieren. Auch gut!

Radio-PR als elektronische Pressemitteilung

Niemand stört sich daran, dass Unternehmen, Verbände, Vereine und Behörden seit Jahrzehnten Pressemitteilungen herausgeben. Wie viele Passagen aus diesem Pressemitteilung sind wohl schon in Zeitungen und Zeitschriften abgedruckt worden und zwar ohne Quellenangabe? Wie viele Textpassagen werden jeden Tag per copy and paste in Onlineportalen und auf Webseiten veröffentlicht? Um nochmal zu unserem Bild zurückzukommen: Problematisch wird es doch erst, wenn Ihr bester Freund Geld für seine Lobhudelei gegenüber der Dame Ihres Herzens verlangen würde. Wenn Radiosender Geld für die Ausstrahlung eines PR Beitrags in Rechnung stellen, bevor sie ihn ausstrahlen, ja dann könnte man zu Recht von versteckter Werbung sprechen. Und das wäre auch problematisch, weil in diesen Fällen die Kontrollinstanz „Redakteur“ wegfällt.

Aus meiner Sicht gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ist der angebotene Radio Maternbeitrag so gut produziert und inhaltlich relevant, dass er einen Programmplatz verdient oder ein Radiosender berechnet für die Ausstrahlung Geld, dann aber bitte mit der deutlichen Kennzeichnung „Dauerwerbesendung“. Danach weiß der Hörer, woran er ist: keine versteckte Werbung, keine Irreführung.

Und vor allem erfahren die gutgemachten, verbrauchernahen Radio PR-Beiträge das, was sie verdienen – sie kommen endlich raus aus der Schmuddelecke.

Materndienste bieten seit Jahrzehnten den Zeitungsverlagen in Deutschland kostenlose Inhalte an, um Lücken zu füllen. Im Radio nennt man dies Radio-PR, und online native Advertorials oder ganz einfach Materndienst Digital.

Radio-PR.net
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