Radio-PR-Beitrag, Podcast oder Infomercial

Bild eines Mischpultes in der Seitenansicht, ein Kopfhörer liegt auf den Reglern. Die Oberfläche des Mischpoultes verliert sich nach hinten im Unscharfen. Die Grundfarbe ist ein intensives Cyanblau.

Radio PR-Beitrag, Podcast, Radio-Maternbeitrag, Infomercial … für einen sendefähigen Beitrag gibt es zahlreiche Namen und die werden oft munter miteinander vermischt.

Zeit, mal Klarheit in die Begriffswelt zu bringen.

Zunächst einmal ist ein Radio PR-Beitrag ein redaktioneller Beitrag, der den Anforderungen der Sender entspricht – hinsichtlich Länge, Umsetzung und auch der Inhalte. Ja, auch der Inhalte, denn ein Hörfunk-PR-Beitrag darf nicht werblich sein. Er muss dagegen vor allem hörerrelevant sein, damit viele Redakteure sich entscheiden, ihn einzusetzen. Letztlich ist der Radio PR-Beitrag eine gut umgesetzte, sendefähige elektronische Pressemitteilung.

Da es im Printbereich seit Jahrzehnten fertig gesetzte Druckvorlagen – so genannte Materntexte oder Maternbeiträge – gibt, wird für den redaktionellen PR-Beitrag ab und zu auch der Begriff Radio-Maternbeitrag genutzt.

Der Podcast dagegen ist eine eigene Form der Audiokommunikation. Der Name ist eine Kombination aus dem Markennamen eines MP3-Abspielgerätes und dem englischen Wort „broadcast“. Der MP3-Player eröffnete die (nicht ganz neue) Möglichkeit, Audios über Portale herunterzuladen und mobil anzuhören. Ein Podcast muss sich nicht an gängige Ausstrahlungslängen halten, er ist ohne Zweifel die kreativste Möglichkeit, Informationen zu vertonen. Angeboten über diverse Online-Plattformen ist er wohl am ehesten mit einem YouTube-Video oder einem YouTube-Channel vergleichbar – eine Meinungsäußerung oder Kommentierung des Zeitgeschehens.

Spannend wird es bei der Unterscheidung zwischen Infomercial und PR-Beitrag. Nicht umsonst bietet der Deutsche Radiodienst beide Formen seinen Kunden an und berät immer ausführlich.

Ein Infomercial, als ein informativer Werbespot (engl. „commercial“), hat in der Regel eine Länge von 60 Sekunden. Er sollte auch als Werbung erkennbar sein. Er kann zwar eine redaktionelle Anmutung haben, dies ist jedoch nicht immer nötig oder gewünscht. Denn Infomercials sollen und dürfen werben. Produktnamen, Herstellerwebsites, Handlungsaufforderung: All dies sollte ein guter Infomercial beinhalten.

Radio-PR im Vergleich

Der PR-Beitrag kann sehr schnell umgesetzt und angeboten werden, aber hier liegt es bei den einzelnen Sender, ob und wann das Material ausgestrahlt wird.

Ein Infomercial dagegen wird als Spot eingebucht. Damit kann man sehr zielgerichtet, zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer bestimmten Region im Radio präsent sein. Die erzielbare Reichweite ist letztlich von der Größe des Mediabudgets abhängig. Die Mediaplanung und Einbuchung benötigt allerdings etwas Zeit, das sollte man bei der Planung berücksichtigen.

Radio-PR-Beiträge müssen mit besonders hohem Aufwand erstellt werden, schließlich gilt es, den Sendern den Einsatz so schmackhaft wie möglich zu machen. Makelloser Text, auf die Senderbedürfnisse genau zugeschnittene Produktion sowie eine professionelle Anmoderationsvorlage erhöhen die Chancen, gesendet zu werden. Einen Großteil des Aufwands eines Radio-PR-Beitrages machen daher Produktion und Distribution aus.

und der Radio-Infomercial?

Auch ein guter Infomercial will professionell getextet und produziert werden. Aber der größere Teil des Aufwands wird für Medialeistung, also für die Einbuchung bei den Sendern als Werbung, aufgebracht.

Haben Sie noch Fragen? Zum Beispiel ob Sie das Ganze auch miteinander kombinieren können? Schreiben Sie uns einfach.

Radio-PR.net
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